Posted on 05/11/2017 at 09:00

Das gilt für sämtliche Verkaufskanäle

Kurier

Handel und Dienstleistung stehen aktuell vor umfangreichen Herausforderungendie digitale Transformation zu meistern. Welche Strategien etwa bei Gestaltung und Prozessen von Online-Shops nötig sind, erfuhr der KURIER von Roland Toch, Managing Director des Payment Spezialsten Wirecard CEE.

KURIER: Welche Entwicklungen im Bereich der IT sind erwähnenswert, etwa bei Handel und Dienstleistung?
Roland Toch: Als Händler oder Dienstleister muss ich meinen Kunden einen Mehrwert bieten. Die größte Herausforderung ist die lokale mit der digitalen Welt zu verbinden. Die Verknüpfung unterschiedlicherKanäle hat natürlich Auswirkungen auf alle Schritte im Verkaufsprozess, von Kundenansprache über Logistik bis zu den Kundenreaktionen.

Was bedeutet die Digitalisierung für ein Unternehmen dieser Branche grundsätzlich? 
Das WWW ist ein globales Netzwerk. Entsprechend wird einem Händler mittels Online-Shop auch ein internationaler Kundenkreis zugänglich. Umgekehrt gilt das aber auch für den Mitbewerb in Richtung meiner Kunden. Darauf muss man reagieren. Auch unterschiedliche Nutzer müssen berücksichtigt werden. Millenials, die mit Smartphone und Social Media aufgewachsen sind, haben einen völlig anderen Zugang als eine ältere Käuferschicht.

Ein aktuelles Thema im Handel ist die Verschmelzung von stationärem Geschäft mit E- und M-Commerce. Welche Ansatzpunkte sind hier relevant?
Der Kunde will an jedem Punkt als eine Person betrachtet und persönlich angesprochen werden. Ein zentral gesteuertes Kundenkonto mit einem dazugehörigen Kundenbindungsprogramm erlaubt es vorhandene Kundendaten sinnvoll zu nutzen. So kann ich über alle Kanäle hinweg passende Angebote übermitteln, sei es per Newsletter, Post oder vor Ort, wo etwa mittels App passende Produkte oder Aktionen direkt beim Betreten des Geschäftes vorgeschlagen werden.

Thema Outsourcing an externe Spezialisten. Welche Punkte gilt es hier zu beachten?
Als Händler heute moderne und zudem zukunftssichere Lösungen anzubieten ist komplex und nicht zu unterschätzen. Es gibt jedoch für jeden Bereich kompetente Spezialisten und oft ist es günstiger, das Rad nicht neu zu erfinden, sondern der Expertise externer Partner zu vertrauen. Langjährige Erfahrung und ein finanzieller Background sind nötig um auch in Zukunft optimale Lösungen bieten zu können. Wirecard CEE bietet das und zudem ein breites Netzwerk an Partnern zur Abbildung der kompletten Wertschöpfungskette des Kunden. Expertise ist aber hier nicht immer gleich mit hohen Kosten verbunden.

Welche Trends sehen Sie für die Zukunft?
Prozesse werden sich weiter beschleunigen. Für viele Konsumenten geht es schon heute nicht schnell genug. Händler müssen dabei immer im Spannungsfeld zwischen Nutzbarkeit und Sicherheit agieren. Denn auch wenn kanalübergreifendes Bezahlen schnell und einfach funktioniert, muss es dennoch höchstmögliche Sicherheit bieten. Das gilt für alle Verkaufskanäle.

Welche generellen Empfehlungen würden Sie einem Unternehmen im Handel geben?
Handelsbetriebe sollten nicht nur lokal agieren. Natürlich bedarf es eines gewissen Know-hows um internationale Kunden richtig anzusprechen. Aber auch hier kann ein entsprechend erfahrener Payment Service Provider kompetente Hilfestellung leisten welche Zahlungsmittel passend zu Branche, Sortiment und Zielgruppen angeboten werden sollten. So entstehen ganzheitliche Lösungen, welche die unterschiedlichen Vertriebskanäle inklusive Bezahlung ebenso wie Kundenbindungsprogramme oder Risikomanagementservices einschließen. Grundsätzlich sollte man neuen Technologien offen stehen und mögliche Einsatzarten testweise prüfen.

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