Posted on 06/20/2017 at 09:00

Der Mensch lenkt, die Maschine denkt

Die Presse

Integration. Um in Zeiten der Digitalisierung wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht es schnelle, flexible Lösungen anstatt langfristiger Optimierungsprojekte. Voraussetzung sind intelligente Netzwerke, die von einzelnen Wertschöpfungsketten bis zu ganzheitlichen Architekturen gehen.

Automatisierte Kommunikation zwischen Maschinen (M2M), Cloud-Plattformen und -Applikationen oder moderne IoT-Lösungen werden primär in Serviceprozessen eingesetzt. Ziel ist die Optimierung von Aufwand und Wartung mit Reduktion manueller Tätigkeiten, Vermeidung von Fehlern bei Routineaufgaben und insgesamt schnellerer Umsetzung ohne lange Implementierungszyklen. T-Systems hat nun eine sogenannte Robotic Process Automatisation (RPA) entwickelt, die kurzfristig Routineaufgaben sowie Simulationen für den Endanwender übernimmt, ohne Anpassung von Applikationen oder tiefgreifenderen Integrationsprozessen in IT-Systemen. In einem Pilotprojekt mit einem großen deutschen Post und Logistikbetrieb zeigt sich Qualität und Schnelligkeit mit extrem kurzen TimeToMarket-Abläufen von drei bis vier Wochen.

Übergreifendes Thema
Die softwaregestützte Automatisation entwickelt sich in vielen Branchen zu einer übergreifenden Querschnittsmaterie. „Die Philosophie ist, mit weitaus weniger personellen Ressourcen, Fehlerquellen und mit mehr Sicherheit immer größere Aufgabengruppen erledigen zu lassen“, so Peter Lenz, Mitglied der Geschäftsführung von T-Systems Österreich. Ein verwandter Schwerpunkt in der Praxis mittelständischer Unternehmen oder Industriebetrieben betrifft das Internet der Dinge (IoT). „Hier geht es primär umeffizientere Nutzung von Maschinen, Werkzeugen oder Gütern, die mittels Rückmeldung aus Produktionsprozess oder Logistikkette besser und sicherer gestaltetet werden können“, erläutert Lenz. Ein Unternehmen im Bereich Steuerung und Automatisierung ist die Innsbrucker Conelcom GmbH. Das Herzstück ist „Controllino“, eine speicherprogrammierbare Steuerung für eine Vielzahl an Anwendungsbereichen. „Überall, wo es Sensoren, Schalter oder Motoren gibt, können Steuerungsaufgaben einfacher, günstiger oder technisch besser gelöst werden“, erläutert Christian Lechner, Leiter Sales & Marketing bei Conelcom. Die Kundenliste geht von Spieleherstellern über Staubsaugerproduzenten bis zur Autoindustrie. Primäre Zielgruppe sind Techniker oder Ingenieurbüros, die sich auch bei der Programmierung auskennen. Der Vertrieb erfolgt über einen Online-Shop mit durchgehender Wertschöpfungskette vom Produkt über Lieferung bis Abrechnung.

Umsetzung ohne Aufwand
Für Konzept, Implementierung und Abwicklung der Bezahlmodalitäten wurde der Zahlungsdienstleister Wirecard CEE engagiert. „Das Zusammenspiel zwischen Wirecard und unserer ausführenden Werbeagentur war perfekt, außer drei E-Mails und einem Telefonat hatten wir für die Umsetzung keinerlei Aufwand“, so Marco Riedesser, CTO bei Conelcom. Gefragt nach kritischen Parametern für einen Online-Shop nennt Riedesser die klare Definition benötigter Funktionalitäten und die Integration bestehender Logistik-Strukturen mit Möglichkeiten zu Automatisierung und Kosteneinsparung.

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