Posted on 10/15/2016 at 09:00

Im Datenstrom

Industriemagazin

Mobile Kommunikation ist weiter am Vormarsch. Die neuesten Geschäftsmodelle.

Es ist nur mehr ein Frage der Zeit, bis im Handel die nächste Bastion fällt und es auch ein Selbstverständlichkeit wird, den alltäglichen Bedarf an Lebensmitteln im Internet zu ordern. Ein Vorreiter ist die Handelskette UNIMARKT. Sie ist seit Kurzem mit einem eigenen Onlineshop im World Wide Web vertreten.

Kein Anstehen.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Kein langes Suchen in den Gängen und kein Anstehen an der Kasse mehr. Statt dem Schleppen schwerer Einkaufstaschen kommen die gewünschten Waren nach Hause. Wer sich die Versandkosten lieber sparen möchte, ist mit Click & Collect-Modellen gut bedient. Dabei wird die Ware online bestellt, eventuell auch direkt bezahlt und kann fertig verpackt beim Supermarkt abgeholt werden. Das stellt aber klassische Supermärkte vor neue Herausforderungen. Für den Erfolg ausschlaggebend ist die Bezahlung. „Das ist der Dreh- und Angelpunkt für erfolgreiche Onlineverkäufe. Ist dieser Schritt nicht professionell umgesetzt und gut in den Bestellprozess integriert, werden viele Konsumenten den Kauf abbrechen und zum Mitbewerb wechseln“, sagt Roland Toch, Managing Director von Wirecard CEE. UNIMARKT-Kunden können via Wirecard Checkout Seamless zwischen Kreditkarte, SOFORT-Überweisung, PayPal oder Kauf auf Rechnung wählen. Optisch bleibt für den Konsumenten der gesamte Bestell- und Bezahlprozess hindurch das Corporate Design von UNIMARKT präsent.

Kein Unterschied.
Gerade mittelständische Unternehmen interessieren sich immer mehr für cloudbasierte Telefonie. Die gute, alte Telefonanlage im Keller hat zwar noch lange nicht ausgedient, aber für schnell wachsende oder saisonalen Schwankungen unterworfenen Unternehmen ist die Telefonanlage aus dem Netz meist die bessere Lösung. „Und sind die Mitarbeiter sehr mobil, also meist nur am Handy erreichbar, dann hat die Cloudlösung endgültig die Nase vorn“, erklärt Markus Buchner, Geschäftsführer des Telefoniedienstleisters atms. Denn ob es sich um einen Tischapparat oder um ein Mobiltelefon handelt, ist der Telefonanlage aus dem Netz völlig egal – aus ihrer Logik heraus kann alles, mit dem man telefonieren kann, als eine Nebenstelle integriert werden. So hat sich auch der IT-Dienstleister ITSDONE für eine Cloudlösung entschieden. Auslöser war das konstante Wachstum des Unternehmens, insbesondere durch externe Firmenzukäufe. Zur Vereinheitlichung der Kommunikation stehen rund 70 Mitarbeitern sowohl IP-Telefone an ihren Schreibtischen als auch sogenannte Mobile Clients, die als App am Firmenhandy installiert sind, zur Verfügung. Besonders praktisch dabei: Wird ein Mitarbeiter auf seiner Nebenstelle angerufen, klingeln Tischapparat und Handy auf Wunsch gleichzeitig.

Keine Angst.
Ein tiefgreifender Wandel hat die Mobilfunker erfasst. Messagingdienste wie WhatsApp graben der SMS als zwischenmenschliche Kommunikationsform zunehmend das Wasser ab. Aber die SMS ist noch lange nicht tot; im Gegenteil, als Kommunikationsform zwischen Mensch und Maschine ist ihr eine große Zukunft gewiss. Der bekannteste Anwendungsfall ist wohl der Mobile Tan, der das Onlinebanking so sicher macht. „Aber das Spannende an der automatisierten SMS-Kommunikation ist die Vielzahl von Möglichkeiten“, sagt Martin Schuster, Head of websms. Immer mehr Betriebe nutzen ein dem Mobile Tan ähnliches System, um Mitarbeiter sicher und unkompliziert von außen in das Firmennetzwerk einzubinden. Ein anderes Sicherheitsthema sind Alarmierungen: Registriert eine Überwachungskamera etwa das Überschreiten einer Linie, wird eine SMS abgesetzt. Dazu kommen Unwetterwarnungen oder Terminerinnerungen, oder – als kleine Aufmerksamkeit – Glückwünsche zum Geburtstag, alles automatisch. „Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten bildet sich auch in unserem Wachstum ab“, so Schuster weiter, „die Zahl unserer Kunden steigt heuer um 500 auf mehr als 3.500. Und die meisten ihrer Anwendungsfälle sind einzigartig.“ Bedient werden können Unternehmen jeder Größe. Die ganz großen nutzen das SMS-Gateway und integrieren die SMS damit tief in ihre Geschäftslogik. Sind keine Entwicklungsressourcen vorhanden, dann kann Email-2-SMS oder die Web-App von websms für den Versand genutzt werden.

Keine Grenzen.
Christian Wenner von Kapsch BusinessCom unterstützt Unternehmen in ihren Digitalisierungsbemühungen. Bei der Einführung eines sogenannten mobilen digitalen Assistenzsystems wird meist im Kleinen begonnen: Einige wenige Mitarbeiter werden mit der entsprechenden Technik ausgestattet und man tastet sich Schritt für Schritt vor. Ein Anwendungsfall, der sich heute schon rechnen lässt, ist die globale Betreuung von Maschinen von der Unternehmenszentrale aus. „Anstatt den teuren Spezialisten ins Flugzeug zu setzen, setzen wir ihn vor einen Computer“, erklärt Wenner. Vor Ort führt ein weniger qualifizierter Kollege die konkreten Arbeitsschritte aus, der Spezialist sieht über die Kamera in einer Datenbrille zu und gibt Anweisungen. Dabei verläuft die Kommunikation nicht nur verbal, es können auch zusätzliche Informationen ins Sichtfeld des Servicetechnikers vor Ort eingeblendet werden. „Unseren Kunden geht es darum, ihre SLA zu einem vernünftigen Preis einhalten zu können oder ihre SLA sogar noch zu verbessern“, sagt Wenner. Datenbrillen sind mittlerweile keine Spielzeuge mehr, sondern professionelle Werkzeuge. Die Auswahl ist groß, die Preise variieren zwischen einigen hundert und einigen tausend Euro. Welches Brillenmodell für welchen Einsatzzweck passt, muss laut Wenner einfach ausprobiert werden. Kapsch BusinessCom hat mit einer Beteiligung an EVOLARIS gezielt Datenbrillen-Know-how zugekauft. Das Grazer Unternehmen mit universitärem Hintergrund forscht schon rund fünfzehn Jahre im Bereich User Interface.

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